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Willkommen in Tharandt

Öffentliche Bekanntmachung des Landratsamtes des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, unteren Wasserbehörde, zur Anpassung der Kleinkläranlagen an den Stand der Technik

Diese öffentliche Bekanntmachung richtet sich an alle Grundstückseigentümer die ihr häusliches Ab-wasser in einer Kleinkläranlage reinigen,
– die noch nicht dem Stand der Technik entspricht,
– die direkt in ein Gewässer einleitet oder das behandelte Abwasser auf dem Grundstück versickern lässt und
– für die keine Übergangslösung, d. h. befristete Erlaubnis nach § 2 Abs. 2 Kleinkläranlagenverord-nung (unmittelbar anstehender Anschluss an ein öffentliches Abwassernetz) existiert.
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Familie in Not - Helfen Sie mit!

In der Nacht vom Pfingstsonntag brannte in Fördergersdorf ein Wohnhaus,
das nicht mehr bewohnbar ist.
Betroffen ist eine junge Familie mit zwei Mädchen
(7 Jahre und 8 Jahre), die in Kurort Hartha zur Grundschule gehen.

Die Stadt hat bereits Wohnraum bereit gestellt. Derzeit organisiert die Stadtverwaltung die notwendige Hilfe.

Die Stadtverwaltung hat ein Spendenkonto eingerichtet bei der

Ostsächsische Sparkasse Dresden
IBAN: DE13 8505 0300 3070 0004 00
BIC: OSDDDE81XXX
Buchungszeichen: 11.13.01.00/ 671100 - Hausbrand Fördergersdorf


Bitte helfen Sie, damit die betroffene Familie so rasch wie möglich ihren Alltag wieder organisieren kann. weiterlesen Familie in Not - Helfen Sie mit!

Artikel der Sächsischen Zeitung vom 11.06.2014

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öffentliche Bekanntmachung der Wahlergebnisse vom 25. Mai 2014

Hier finden Sie die Wahlergebnisse der Stadtratswahl sowie der Ortschaftsratswahlen von tharandt, Kurort Hartha, Pohrsdorf und Großopitz weiterlesen öffentliche Bekanntmachung der Wahlergebnisse vom 25. Mai 2014

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Aktuelles

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Heile Welt am Wald

Tharandt ist die familienfreundlichste Stadt Ostsachsens. Das liegt am Zusammenhalt und am Vereinsleben, sagen die Familien, die im Ort leben.

Sächsische Zeitung vom 10. Juli 2013 - Seite 3 - Von Christina Wittich
 

Silvio Ziesemer ist stolz. „Die Stadt sind wir“, sagt er, steigt ins Auto und zeigt sein Tharandt. Der Bürgermeister fährt nicht sehr weit. Vom Rathaus im Zentrum der Stadt im Tal windet sich der Opitzer Weg bergan Richtung Großopitz. Ziesemer hält in einer Bucht und präsentiert den Ausblick: „Ein wüchsiges Gebiet, auch was die Kinder betrifft“, sagt er. Zu sehen ist dichter Wald. Neben ein paar Hausdächern schiebt sich das Wahrzeichen der Stadt, die Burgruine, unter sattem Grün hervor. In der Ferne scheinen die Felsen vom Nordamerika-Quartier des Forstbotanischen Gartens Tharandt. „Der größte Spielplatz, den die Stadt hat, ist der Wald“, sagt Ziesemer.
Tharandt ist der familienfreundlichste Ort Ostsachsens, das hat die Leserbefragung des Familienkompasses der Sächsischen Zeitung ergeben. Die Stadt, Tor zum Erzgebirge, ist weniger eine gewachsene Stadt, sondern die Verbindung einzelner Ortschaften mit der Stadt zu einer funktionierenden Kommune. Zu Tharandt wurden 1999 Pohrsdorf und später Hartha, Fördergersdorf, Grillenburg und Spechtshausen eingemeindet. Lediglich Großopitz ist bereits seit 1923 Teil der Forststadt.
Günstiger Wohnraum, Baugrundstücke in Waldnähe, eine halbe Stunde Fahrt bis nach Dresden, eine gut durchdachte Familienpolitik haben die Befragten auf der positiven Seite ihrer Bewertung angegeben. Die Verbindungen des öffentlichen Nahverkehrs könnten ausgebaut werden, es gibt keinen Kinderarzt und keine Sporthalle, das sind die negativen Punkte. Zusammen mit den ausgedehnten Grenzen der Stadt ergeben sie viele einzelne Teile eines Puzzles, das dennoch für viele das Bild einer lebenswerten Gemeinschaft ergibt.
Der Kitt, der diese Teile zusammenhalte, sagt der parteilose Silvio Ziesemer, seien die Vereine. Auf rund 5 000 Einwohner kommen etwa 50 Vereine, von der Stadt jährlich gefördert mit insgesamt 55 000Euro. Sie haben eine lange Tradition. Die ist in der Geschichte des Ortes begründet – als Naherholungsgebiet der Dresdner. Schon zu DDR-Zeiten war hier kulturelle Vielfalt gut organisiert. Nach dem Fall der Mauer wurden aus den Gruppen und Sparten Vereine, die im Grunde genommen weiterführten, was sie schon immer taten. Zu finden sind sie fast überall im täglichen Leben: Sie löschen, wenn es brennt, sie pflegen Kultur und Brauchtum, sie treiben Sport, sie singen, sie tanzen, sie unterstützen ihre Schulen und Kindertagesstätten, sie klöppeln und sie angeln, und sie integrieren ganz nebenbei neue Anwohner.
Die Spurensuche nach dem familienfreundlichen Tharandt führt sofort ins Vereinshaus. Vielmehr führt sie daran vorbei, entlang an Obstplantagen und Spielplätzen, an Einfamilienhäusern und Feldern und immer wieder durch den Wald in den Ortsteil Pohrsdorf, wo schwarz-weiße Kühe neben dem Sport- und Freizeitplatz und dem Vereinshaus „Wettineiche“ weiden. Eine vergleichsweise junge Streuobstwiese befindet sich gleich neben dem schicken Gebäude. Metallene Namensschilder auf einer Tafel: Emil und Anna und Lukas und Ole. Ungefähr 50 Namen. Die Streuobstwiese gehört den Kindern, einige von ihnen sind bereits Teenager. Der Heimatverein kam vor 13 Jahren auf die Idee, einen Apfelbaum für jedes Neugeborene zu pflanzen. Familien sollten so tiefere Wurzeln schlagen im Ort, und die Wappenfrucht, der Borsdorfer Apfel, sollte vor dem Aussterben gerettet werden. Fruchtbar ist die Gemeinde. Inzwischen, sagt der Bürgermeister, gibt es keine Flächen mehr, um die
Bäume zu pflanzen. Die Pohrsdorfer Apfelkönigin überreicht die Bäume nun zur Verwendung im eigenen Garten.

Im vergangenen Jahr war das noch die Aufgabe von Doreen Ulke. Die 37-Jährige arbeitet hauptberuflich als Tagesmutter. Insgesamt hat sie noch drei weitere Kolleginnen im Stadtgebiet. Eingerichtet hat sie die Tages-betreuung im Erdgeschoss ihres Hauses. Fünf Kinder wuseln durch Spielzimmer und Flur. Das Essen hat die nahe gelegene Küche geliefert. Doreen Ulke, die als Kind nach Pohrsdorf gekommen ist, erzählt vom Zusammen-halt. Vom letzten Hochwasser, als sie im Urlaub war und Nachbarn sich um die Feuerwehr und um Sandsäcke vor ihrem Eingang gekümmert hatten. „Da haben alle mitgemacht, das muss bezaubernd gewesen sein“, sagt sie.

Als Tagesmutter hat Doreen Ulke auch Anfragen aus Dresden. Pendler, die in der Umgebung arbeiten, hatten sich bei ihr beworben. Anders als in der Landeshauptstadt gibt es in Tharandt ausreichend Betreuungsplätze. „Eine Frage, wie man die Prioritäten setzt“, sagt Ziesemer. „Das sind die Bürgermeister von morgen“, glaubt der 40-Jährige, selbst Vater dreier Kinder, „die muss man entsprechend betreuen.“ Insgesamt gibt es zwei Kitas, zwei Grundschulen und ein evangelisches Gymnasium. Erst im November vergangenen Jahres eröffnete der Neubau einer Kita im Kurort Hartha.


Die Streuobstwiese daneben wurde beschnitten und muss sich noch erholen. Der Mulch auf den Wegen wirkt frisch, der Neubau wie noch nicht wirklich bewohnt. 113 Kinder finden darin Platz, davon 23 Krippenkinder. Die Räume sind offen, bunte Streifen auf den Wegen führen zu farbigen Türen. Es riecht nach Linsensuppe. Hinter den Glasfenstern machen sich Drei-, Vier und Fünfjährige fertig für den Mittagsschlaf. Eine Mutter holt ihre Tochter ab. „Mittagskind muss auch mal sein“, sagt sie. Das Mädchen freut sich. Vor ein paar Jahren erst ist die junge Frau von Possendorf nach Tharandt gezogen. „Es ist schöner hier“, sagt sie.
1,5 Millionen Euro investiert die Stadt jährlich in Projekte wie den Kindergarten oder die Sanierung der sanitären Anlagen der Grundschule oder den Kauf eines Stück Waldes für die Grundschule. Sieben Millionen Euro hat die Stadt an laufenden Kosten zu bestreiten, „und trotzdem bauen wir Schulden ab“, sagt Silvio Ziesemer. Ab 2016 sinke die Schuldenlast pro Einwohner bereits unter 850 Euro, weit unter den sächsischen Durchschnitt von 1196,50 Euro.
Tharandt ist nicht arm. Zwar liegt die Stadt nicht mehr im direkten Speckgürtel der Landeshauptstadt, profitiert aber gerade in der jüngeren Zeit von denen, die sich gern ein eigenes Haus mit Garten leisten würden, aber die Dresdner Preise nicht zahlen möchten. Acht Bauanfragen gab es im vergangenen Jahr im technischen Ausschuss der Stadt. Vor allem höher gelegene Ortsteile wie Hartha sind begehrte Wohngegenden für Neu-Tharandter.


Steffen Müller ist so in den Tharandter Ortsteil Fördergersdorf gekommen. Der Bauingenieur und seine Lebensgefährtin Katja Pflugbeil arbeiten in Dresden. Sie ist dort Auktionatorin für Immobilien. Wären mit der heute siebenjährigen Helene und der sechsjährigen Frieda nicht zwei Kinder in die Familie geboren, lebte das Paar vielleicht noch immer am Blauen Wunder. „Wir haben gern dort gewohnt“, sagen die Eltern. Die Elbe gleich in der Nähe, man konnte weggehen abends, spontan.
Nicht erst mit dem Umzug aufs Land ist die Spontaneität verschwunden. Aber die ging schon, als die Kinder kamen. Andere Dinge rückten in den Vordergrund: „Ich bin selbst auf dem Land groß geworden“, sagt Steffen Müller. „Für meine Töchter wollte ich das Gleiche.“ In seinen 4 000 Quadratmetern Garten grasen jetzt vier Schafe, sie halten den Rasen kurz. Eine Katze pirscht am Haus entlang. Der Bauingenieur hat nicht neu gebaut, sondern alt gekauft. Ein Haus in einer gewachsenen, dörflichen Struktur sei sein Traum gewesen.
Gefunden hat er ein schätzungsweise 250 Jahre altes Bauernhaus. 2008 kauften er und seine Lebensgefährtin das Gebäude. Sie zogen zuerst nach Hartha, um bei der Sanierung am Ort zu sein, und auch, um schon einmal anzukommen in Tharandt. Gerade einmal 28 000 Euro haben sie für das Bauernhaus bezahlt. Wie viel sie investiert haben in das Objekt, „das andere schon aufgegeben hatten“, wollen sie nicht verraten. Seit 2011 wohnen sie in Fördergersdorf. „Wir leben dort, wo andere Urlaub machen“, sagt Katja Pflugbeil. Nachbars
Gänse schnattern, Vögel zwitschern im Kirschbaum. Ein Gemüsebeet will sie sich noch anlegen, einen Geräteschuppen soll er noch bauen. Die Mädchen hüpfen auf dem Trampolin.
Heimisch zu werden in Tharandt sei nicht schwer gewesen, sagt die Mutter. Die beiden Erwachsenen singen schon seit ihrer Ankunft in Hartha im Chor. „So lernt man 40 Leute auf einmal kennen“, sagt sie. Theoretisch müssten ihre Kinder Tharandt auch nie wieder verlassen: „Hier gibt es Kitas, Grundschulen, ein Gymnasium. Und
wenn sie Forst studieren wollten, könnten sie das auch hier tun“, sagt Steffen Müller.
Ihre Welt liegt jetzt im Wald.

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Gestaltung - Tobias Müller

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